Action Theater™ und Interkulturalität

Lehrauftrag SS 2018 Universität Bayreuth

Geht es bei Interkulturalität um Herausforderung oder Bereicherung? Wie können wir auf der Bühne und im Leben mit dieser Dualität „spielen“? Wodurch entstehen Missverständnisse, Irritationen, Urteile? Wie können wir mit ihnen umgehen? Was nehmen wir als fremd und anders wahr? Wie können wir interkulturelle Begegnungen gestalten?

Die Action Theater™ Improvisationsmethode arbeitet mit Wahrnehmung, Bewusstsein und dessen Veränderungsprozesse. Bewegung, Stimme und Sprache verschmelzen zum spontanen ästhetischen Ausdruck. Mit einfachen Übungen erforschen wir erfahrungsorientiert und spielerisch interkulturelle Themen wie Zugehörigkeit und Ausgeschlossen-Sein, Gemeinschaft und Individualität, Differenz und Gemeinsamkeit.

Spielerisch Leben & Lebendiges Spiel

Applied Action Theater™ Improvisation / themen- und gruppenorientierte Angebote

Die körper- und bewegungsorientierte Action Theater™ Improvisationsmethode arbeitet mit Wahrnehmung, Bewusstsein und dessen Veränderungsprozesse. Sie integriert Körper und Geist und fördert den spontanen und bewussten Ausdruck. Wir folgen den wechselnden Inhalten unserer inneren und äußeren Wahrnehmung und antworten auf sie durch körperliche, stimmliche und/oder sprachliche Handlungen (actions). Ein Ziel dieser Methode ist mehr Präsenz auf der Bühne und im Leben zu erreichen. Mein Fokus liegt auf der Anwendbarkeit dieser Methode in anderen Lebensbereichen, aus diesem Grund "Applied" Action Theater. Ich gestalte meine Stunden so, dass JEDE/R mitmachen kann.

Regelmäßige Termine gibt es unter Aktuell zu finden.

Wenn Sie maßgeschneiderte Angebote für Euer Team / Gruppe / Kollegium haben wollen, schreiben Sie mich an: info[at]impro-tomruk.de

 

Folgende Beispiele veranschaulichen die Vielfalt meiner Lehrtätigkeit:

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2017

Improvisation für Filmstudierende

Lehrauftrag London South Bank University

In diesem praktischen Seminar beschäftigen sich Studierende der Fachrichtungen Regie, Drehbuch und Kamera mit dem Phänomen Improvisation. Dadurch entdecken sie neue Wege der Wahrnehmung, Anleitung und Öffnung.

 

2016

TEIL|habe|nahme|sein 

THEater spielend Partizipation erfahren

Workshop

27. Januar 2016 in Hannover                                                                               

Fachtag zur Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Eltern in Gesundheitsförderung, Jugendhilfe, Stadtteilarbeit, Kitas, Schulen und mehr.

 

2015

Somatischer Salon
Körper in der heterogenen Gesellschaft

Mittwoch, 28. Oktober 2015   20:15 Uhr

Zu Gast: Dr. Özge Tomruk
Moderation: Katja Münker

Gesprächsabend zu Fragen des Zusammenlebens in heterogener Gesellschaft.
Unter Schlagwörtern wie Interkultur, Inklusion, generationsübergreifend, Willkommenskultur werden Handlungsvorschläge gemacht, wie sich ein „Zusammenleben in einer heterogenen Gesellschaft“ gestalten kann - auch im Hinblick auf unsere Körper.

  • Wie konsequent sind diese überhaupt gemeint?
  • Wie wirken sich Postulate und Realitäten auf Körper und Ausdruck aus?
  • Was haben Kopftücher, Rollstühle, Cowboy Hüte mit einander zu tun?
  • Was heißt „soziale Unterscheidungen von Körpern“?
  • Wo ist die „Grenze“ zwischen drinnen und draußen?  Wo Körperliche und gesellschaftliche Grenzen.

Diese und andere Fragen beschäftigen uns, und wir laden Euch ein, mit uns weitere zu suchen.

Gesprächsreihe im Hauser, Interkulturelles Theaterzentrum

Konzeption & Durchführung von Marie Güsewell & Özge Tomruk

 

IN GESELLSCHAFT # 2

GESPRÄCHSABEND ZU FRAGEN DES ZUSAMMENLEBENS IN HETEROGENER GESELLSCHAFT

 

Thema: Phobie, Feindlichkeit, Rassismus? Ursprünge von Diskriminierung

Gast: Dr. Zülfukar Çetin

 

Freitag, 29.5. 2015, 18:00 Uhr

 

Die Ablehnung von ‚Anderen‘ und ‚Fremden‘ in Deutschland ist allgegenwärtig. Die Pegida-Bewegung zog Zehntausende auf die Straßen; „gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Immer wieder wehren sich Bürger_innen gegen Flüchtlingsheime in ihrer Nachbarschaft. Abwertende und ausgrenzende Äußerungen werden mit einer ‚das wird man wohl noch sagen dürfen‘ Haltung gerechtfertigt. Seitens der Politik wird dann oft von den Ängsten und Sorgen der Bürger_innen gesprochen, die es ernst zu nehmen gilt.

Und tatsächlich laden Begriffe wie ‚Islamophobie‘ dazu ein, Angst als Erklärungsmuster für ablehnendes, feindliches Reden und Handeln heranzuziehen. Doch lassen sich ‚Xenophobie‘, ‚Islamophobie‘ oder auch ‚Homophobie‘ in eine Liste erfasster Angststörungen wie Klaustrophobie (Platzangst) und Arachnophobie (Angst vor Spinnen) einreihen? Entstehen feindliches Denken und Handeln tatsächlich aus Angst? Oder müssen auch andere Ursachen und Zusammenhänge betrachtet werden, um Diskriminierung von Gesellschaftsgruppen zu ergründen? Wie und wann ist z.B. Rassismus zu einem Unwort in der Gesellschaft geworden? Muss nicht ein lange tradierter Rassismus in der deutschen Gesellschaft herangezogen werden, um heutige Feindlichkeit zu erklären? Und auf welche Weisen hängen Diskriminierung von unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen zusammen?

Wir laden Sie herzlich dazu ein, im Gespräch mit Dr. Zülfukar Çetin diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Dr.Çetin forscht und arbeitet unter anderem zu Migration, Diskriminierung und Rassismus. Ein Schwerpunkt in seiner Arbeit liegt auf dem Phänomen der Mehrfachdiskriminierung. So hat er zum Beispiel zur Betroffenheit von ‚Homophobie‘ und ‚Islamophobie‘ bei binationalen schwulen Paaren in Berlin geforscht und publiziert.

Konzept und Durchführung: Marie Güsewell und Özge Tomruk, Moderation: Marie Güsewell

In Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Theaterzentrum Berlin (ITZ) 

Hauser, Interkulturelles Theaterzentrum Berlin

Esperantoplatz, Schudomastraße 32

12055 Berlin (S-Bhf Sonnenallee)

 

2014

Action Theater & Bildende Künste  

Workshop am 21. April 2014

Im Rahmen von

"The Mind is the Idea of the Body"

3rd International Action Theater™ & Physical Improvisation Festival, 17th - 26th April 2014, Berlin

Shades, shapes, faces

In this workshop we will explore the visual arts & Action Theater relationship by working with shades, shapes and faces. We will examine the moment to moment changing improvisation phenomena using photographs and video. Please bring a digital camera / a smart phone etc.